Um Probleme zu lösen, muss man in Stimmung sein

Sie sind heute nicht so clever wie sonst? Vielleicht haben Sie einfach die falsche Stimmung für die Ihnen gestellte Aufgabe: Gehirnwissenschaftler der Washington University haben herausgefunden, dass die Stimmung eines Menschen Einfluss darauf hat, wie gut eine etwas schwierigere Aufgabe bewältigt wird.

Eine Studie mit 14 Probanden ergab zunächst – wohl wenig überraschend -, dass Horrorfilme und Komödien die Gehirnleistung unterschiedlich beeinflussen. Während erstere eine Anspannung in der Stimmung erzeugen, empfanden die Kandidaten bei Komödien angenehme Gefühle. Anschließend mussten die Kandidaten jedoch Aufgaben bewältigen, die große Anforderungen an die Merkfähigkeit stellten: Es wurden Ihnen Wörter oder unbekannte Personen gezeigt und sie mussten angeben, ob ihnen die betreffenden Wörter/Personen bereits drei Schritte zuvor gezeigt worden waren. Hier zeigte sich nun, dass der Gemütszustand der Testpersonen tatsächlich Einfluss auf ihre Leistung hatte. So gab es Aufgaben, die mit einer geringen Anspannung besser gelöst wurden und wieder andere, bei denen die gleiche Stimmung zu einer Verschlechterung führte.

Das Ergebnis dieser Studie, so der Forscher Jeremy Gray, besagt, dass „Emotionen in der Welt des Gehirns nicht Bürger zweiter Klasse sind.“ Und weiter: „Für die beste Gehirnleistung und das effizienteste Gehirnaktivitäts-Muster müssen die momentane Stimmung und die Art der Arbeit zusammenpassen.“

Sollten Sie also jemals das Gefühl gehabt haben, Sie seien gerade nicht in der richtigen Stimmung, um eine Aufgabe gut zu erledigen – Sie hatten recht! Jetzt ist es wissenschaftlich bewiesen! Wir raten Ihnen dennoch, dieses Argument Ihrem Chef gegenüber nicht überzustrapazieren.

(Foto: Wikimedia Commons aboutmodafinil.com)